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Restaurant Le Montagnard: Die Geschichte einer Familie

Publié le 28-07-2022

Im Herz des Dorfs Saint-Martin-de-Belleville und am Fuß der Pisten präsentiert sich das Restaurant Le Montagnard als Wohlfühloase, in der es sich im Winter wie im Sommer gut speisen lässt. Es bietet Momente, in denen das Leben einfach und die Begegnungen freundlich und authentisch sind.

Lucie Suchet empfängt uns und erzählt uns ihre Geschichte, die selbstverständlich eng mit der des Restaurants verbunden ist.

 

Dieser Ort hat eine lange Geschichte. Kannst du uns mehr darüber erzählen?

 

Er hat in der Tat eine lange Geschichte. Damals war hier kein Restaurant, sondern ein Stall mit 5 Kühen und 10 Ziegen. Darüber war eine Scheune mit Heu. Das Gebäude gehörte Nicolas Jay, meinem Großvater. Er ist im Vallée sehr bekannt und war in den 60er-Jahren Bürgermeister. Er war einer der Pioniere beim Aufbau der Skistationen. Das war ein ziemlich ambitioniertes Unterfangen zu der Zeit.
 
1999 haben mein Papa Éric, sein Cousin Bruno und Thierry, mein Onkel, beschlossen, den Stall in ein Restaurant umzubauen. Sie haben es von Anfang an Le Montagnard genannt. Ich war etwa 9 oder 10 Jahre alt zu dieser Zeit. Ich kann mich noch daran erinnern, ins Heu gesprungen zu sein. Mein Bruder hat das Management des Restaurants 2015 übernommen und sorgt dafür, dass dieser Ort sein Ambiente und seine Seele behält.

 

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Kannst du uns mehr über deinen Werdegang erzählen?

 

Ich bin hier aufgewachsen und dann fürs Studium weggezogen. Wenn man 18 Jahre ist, hat man Lust auf was anderes, aber ich bin auch sehr gerne wieder zurückgekommen. Ich habe Handel studiert und einen Master beim Institut Paul Bocuse in Lyon gemacht. Dann war ich für die Reservierungen bei MGM verantwortlich. Im Juli 2021 bin ich hier her zurückgekommen. Ich bin in diesem Umfeld aufgewachsen und habe immer schon zusätzlich in der Gastronomie gearbeitet. Ich bin jetzt Betriebsleiterin und so mittendrin zu sein, hat mir gefehlt. Es gefällt mir, wieder mit Kunden zu tun zu haben und mich mit ihnen auszutauschen.

 

Welches Gericht steht stellvertretend für euer Restaurant? Kannst du uns ein Dessert empfehlen?

 

Die Spezialität des Hauses ist ohne Frage die Paillasse, ein Auflauf mit geriebenen Kartoffeln, Speckwürfeln und Pilzen und überbacken mit Ziegenkäse. Dieses Gericht steht seit den ersten Tages des Montagnard auf der Karte. Als Dessert empfehle ich den Apfelkuchen. Er ist dünn und gut und ist immer ein großer Erfolg.

 

Morgens pflücken wir Blumen, um die Tische zu dekorieren

 

Wie würdest du die Philosophie eurer Küche beschreiben?

 

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Wir haben einen langjährigen Küchenchef, der der Qualität, die wir anbieten, zu einer Beständigkeit verhilft. Der Stil unsere Küche ist frisch und modern. Im Sommer präsentieren wir unsere Gerichte mit einer Dekoration aus essbaren Blumen, die immer für einen Wow-Effekt gut sind. Im Winter dekorieren wir unsere Teller mit Tannenzapfen. Wir bieten eine hochwertige Küche mit guten Zutaten an.

 

Woher bezieht ihr eure Zutaten?

 

Unsere Wege sind besonders kurz dank des Permakultur-Gartens auf dem Bauernhof Chez Pépé Nicolas in den Menuires, wo wir Zucchini, Zwiebeln, Schalotten und Salate anbauen. Bevor der Sommer richtig losgeht, im Juni, haben wir außerdem Magalie (meine Tante), die uns Produkte liefert, während wir auf das Gemüse aus dem Permakultur-Garten warten. Wir nutzen auch Raclettekäse aus Ziegenmilch, die mein Bruder bei Pépé Nicolas herstellt. Die restlichen Zutaten versuchen wir in einem Umkreis von 50 km Luftlinie zu beziehen, um unseren CO2-Fußabdruck zu verringern.

 

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

 

Für den Herbst planen wird, die Raumaufteilung zu ändern und praktischer zu gestalten. Wir wollen auch den Restaurantbereich umbauen, um einen oder zwei Tische mehr unterzubringen. Magalie wird sich sicherlich um die Dekoration kümmern und darauf achten, dass die Bauarbeiten nichts am Ambiente ändern.

 

Letzte Frage: Magst du lieber den Sommer oder den Winter?

 

Ich mag beides sehr gern, aber der Sommer in den Bergen ist schon etwas Besonderes. Es gibt nicht so viele Tannen hier, aber im Sommer ist alles grün und das ist wundervoll. Morgens pflücken wir Blumen, um die Tische zu dekorieren. Die Stimmung ist viel ruhiger und entspannter als im Winter, wo alles rasend schnell geht.

 

Website des Restaurants Le Montagnard

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