01. Die Kirche Saint Martin

© S. Cardon

Die Kirche Saint Martin wurde zwischen 1650 und 1750 wiedererbaut und vergrößert. Sie ist eine für die Tarentaise typische Kirche und verbirgt ihre Pracht aus der Barockzeit hinter einer schlichten Fassade. Man muss schon die Tür öffnen um die ganzen Reichtümer bewundern zu können.

Das einzige dekorative Element der Außenseite ist das hölzerne Tor, das von einer Nische überragt wird, die eine Statue von Saint Martin im Kostüm des Bischofs von Tours birgt. Im Innern befindet sich der Hauptaltar, der im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts von Jacques-Antoine Todesco und Guillaume Moulin geschnitzt wurde und der seine originelle Homogenität erhalten hat. Er besteht aus drei gemalten Paneelen. In seiner Mitte Saint Martin zu Pferd, der seinen Mantel teilt und zu beiden Seiten, Saint Sébastien und Saint Joseph. Darüber, im Rahmen aus zwei Pilastern und zwei gewundene Säulen, befindet sich ein Relief-Gemälde, das die in den Himmel auffahrende Jungfrau Maria getragen von vier Engeln darstellt. Das Hauptaltarbild ist mit Leder aus Cordoba überzogen.

An der Spitze des rechten Kirchenschiffes befindet sich der Rosenkranzaltar, der die Heilige Maria darstellt, die Saint Dominique den Rosenkranz reicht, überragt von fünfzehn kleinen Medaillons über das Rosenkranzgeheimnis.

Der Altar des linken Kirchenschiffes zeigt an seiner Spitze die Repräsentation des Seligen Pauls von 1763. Dieser in Spanien gebürtige Pilger soll im Januar 1721 vor Erschöpfung in der Nähe des Sees Lac du Lou verstorben sein als er versuchte Rom über die Gipfel der Alpen zu erreichen. Sein Körper wurde nach der Schneeschmelze gefunden, auf geheimnisvolle Art und Weise noch unversehrt, was ihm den Status als des Seligen verlieh. Er wurde unter dem Kirchenaltar beigesetzt.

Das Gewölbe ist mit Fresken dekoriert. In der Mitte kann man die vier Evangelisten erkennen.

Durch Mehrfarbendruck, Vergoldung, reichhaltigen Dekor und Unmengen von Details bietet die alpine Barockkunst den Gläubigern eine bildliche Darstellung der Religionsgeschichte, geeignet zur Erhebung der Seelen. Dies war für das sehr katholische Departement der Savoyen eine Art, mit Schönheit der Strenge des Kalvinismus zu widerstehen.

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